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KĂŒche, Kohle, Klassenkampf? Die Geschichte der Kadinlar Birligi

A·K·T·I·V — Staffel 2

Kohle, Stahl, Strukturwandel: Die Erinnerung an das Ruhrgebiet ist bis heute mĂ€nnlich und deutsch geprĂ€gt. In dieser Folge bespricht Bilge YĂŒksel einen Verein, der in keiner Chronik des Reviers auftaucht: die Gelsenkirchener Kadınlar Birliği (GKB). Am 8. MĂ€rz 1975 grĂŒndeten tĂŒrkische Migrantinnen den Verein, der bis etwa 1990 aktiv war. Mit NĂ€hkursen, Alphabetisierungsangeboten und Hilfe bei BehördengĂ€ngen schufen sie sich einen eigenen politischen Raum. 1984 mischten sie sich mit der BroschĂŒre „35 Saat Yeter!“ in den IG-Metall-Streik um die 35-Stunden-Woche ein und deuteten dabei auch die unbezahlte Hausarbeit als Arbeit. Grundlage der Folge sind Quellen aus dem TÜSTAV-Archiv in Istanbul und Zeitzeuginneninterviews aus dem Institut fĂŒr Stadtgeschichte Gelsenkirchen. YĂŒksel zeigt, wie die deutsche Öffentlichkeit aus sozialistischer Frauenpolitik ein harmloses Integrationsbild machte, und fragt, warum fĂŒr diese Gegengeschichte bis heute kein Platz in der Erinnerungskultur des Reviers ist.

Autor*innen:

  • Bilge YĂŒksel

Adresse des AKTIV-Ortes:

Florastraße 9, 45881 Gelsenkirchen

Website: ⁠AKTIV die Folgen des Ruhrbergbaus aufarbeiten⁠⁠

Instagram: ⁠@aktiv_geschichte⁠

Projektleitung: ⁠Jana Lena JĂŒnger⁠⁠ & ⁠⁠Dr. Stefan Zeppenfeld⁠⁠

Arbeitsbereich ⁠Didaktik der Geschichte & Public History⁠ des Historischen Instituts der Ruhr-UniversitÀt Bochum

Förderung: ⁠Stiftung Innovation in der Hochschullehre⁠

Produktion & Schnitt: Bilge YĂŒksel

Grafikdesign: ⁠d-a-m-k BĂŒro fĂŒr Gestaltung⁠

Sprecherin: Isabelle Klein

Intro/Outro: Romantic Piano Intro Ident / BreakzStudios

Trenner: Advertising Logo / Universfield

Weitere Folgen

  • Cover Revierrelikte Staffel 1
    Ein Kraftwerk im GrĂŒnen. Das Cuno-Kraftwerk in Herdecke und die Umweltbewegung
    Folge anhören